Ängste überwinden
Unser Unterbewusstsein wird durch jahrelange Erziehung geprägt. Dadurch können sich schlechte Denkstrukturen entwickeln, welche uns zu depressiven, ängstlichen, schüchternen oder unglücklichen Menschen werden lassen. Wie auf einer Festplatte eines Computers sind diese Denkstrukturen in unserem Unterbewusstsein gespeichert.
Durch bestimmte Techniken kann man das Unterbewusstsein neu programmieren und diese Denkstrukturen langfristig umkehren.
Techniken die auf das Unterbewusstsein wirken: - Das Unterbewusstsein ist in einer sehr tiefen Entspannung wesentlich aufnahmefähiger. - Durch häufige Wiederholungen können Informationen besser im Unterbewusstsein gespeichert werden.
Genau diese beiden Techniken nutzen sogenannte Suggestions-CDs. Um Ängste zu überwinden werden Leitsätze (Suggestionen) zur Angstbewältigung immer wieder gesprochen. Durch häufiges Anhören einer solchen Suggestions-CD wird das Unterbewusstsein "neu programmiert" und schlechte Denkstrukturen werden abgeschwächt.
Die Zahl der Angsterkrankungen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen.
Gründe für die Entstehung von Angsterkrankungen können sein:
- immer höhere Anforderungen im Leben
- Leistungsdruck
- Stress
- fehlende Fähigkeiten zum Stressabbau
- ungesunder Lebenswandel, schlechte Ernährung
- wenig Bewegung
- Umweltgifte
- starker Konsum von Genussmitteln
- Konsum von Drogen
Natürlich können Ängste auch von den Eltern oder anderen Bezugspersonen weitergegeben werden und sozusagen erlernt werden.
Ängste gibt es in allen nur erdenklichen Formen. Angst vor Spinnen, die Angst alleine zu sein, die Angst vor der Angst, Angst vor dem Tod, Angst in die Öffentlichkeit zu gehen oder vor Kontakt mit anderen Menschen, um hier nur einige zu nennen.
Bei der Großzahl von Ängsten ist die Grundstruktur identisch und kann daher durch ähnliche Mittel mit Geduld und Eigeninitiative bekämpft und besiegt werden.
Bei einer Angsterkrankung sollte, je nach Dauer und Stärke der Erkrankung, auf jeden Fall auch ein Neurologe oder ein Psychotherapeut zu Rate gezogen werden.
Diese beiden Spezialisten haben oft sehr viele Erfahrungen auf diesem Gebiet und können dadurch wertvolle Behandlungsmöglichkeiten empfehlen, welche die Länge einer Angstbehandlung stark verkürzen können.
Die häufig empfundene Angst solch einen Termin wahrzunehmen ist absolut unbegründet.
Würden Sie bei einem Defekt an Ihrem Auto versuchen den Schaden ohne Fachwissen selbst zu reparieren, oder würden Sie mit einem klopfenden Motorgeräusch immer weiter fahren ohne einen Spezialisten um Rat zu fragen?
Nein, das würden Sie nicht tun und ein Auto ist nur ein einfacher, unbedeutender Gegenstand.
Sie selbst sind ein wichtiger und empfindsamer Mensch. Im Vergleich zu einem Auto sind Sie tausendfach wichtiger.
Daher scheuen Sie auf keinen Fall den Gang zu einem Spezialisten und wenn Sie sich dort nur einen Rat holen, wie weiter vorzugehen ist.
Auch brauchen Sie keine Bedenken zu haben, was andere Menschen von Ihrem Arztbesuch halten. Oft erfährt man erst in einer solchen Situation, dass viele Bekannte ähnliche Erfahrungen schon hinter sich haben. Außerdem werden Sie z.B. bei einem Psychologen Wissen und Fähigkeiten erhalten, welche Sie anderen Menschen in vielen Lebenssituation sogar überlegen machen.
Da die Krankenkasse normalerweise einen solchen Besuch übernimmt, können Sie also nur gewinnen.
Sollten Sie in der psychischen Verfassung sein Ihre Angst zu bekämpfen, was im Normalfall die soeben erwähnten Spezialisten am besten entscheiden können, so kann die Angstbekämpfung beginnen.
Entscheidend für eine erfolgreiche Angstbewältigung ist Ihre körperliche Verfassung.
Sie ist das Fundament jeder Angstbekämpfung. Nur in einem ausgeglichenen Zustand sollten Sie überhaupt mit der Angstbekämpfung beginnen.
Es würde niemals Sinn machen, in einem angespannten oder gestressten Zustand die Angst zu bekämpfen.
Nur wer ausgeglichen ist kann der erhöhten Belastung einer Angstbekämpfung standhalten und sich durch kleine Erfolge zum großen Ziel der Angstfreiheit vorarbeiten.
Angstbewältigung
Zu Anfang ist natürlich zu erwähnen, dass grundsätzlich eine gewisse Angst Ihren Sinn und eine natürliche Berechtigung im Leben hat.
Angst kann uns in gefährlichen Situationen aufmerksamer machen und uns dadurch auch helfen.
Wir sprechen nachfolgend also nur über Ängste, welche uns nicht helfen, sondern unser Leben belasten.
Es gibt sehr verschiedene Ansatzmethoden zur Angstbewältigung.
Eine Methode, welche die Angstbekämpfung relativ vorsichtig angeht wird nachfolgend vorgestellt.
Bitte nur nach Absprache mit dem Arzt und in einer guten körperlichen Verfassung überhaupt die Angstbewältigung starten.
Hier wäre noch einmal zu erwähnen, dass ein Experte (z.B. Psychotherapeut) Ihnen wesentlich besser den richtigen Weg erläutern kann als Sie es selbst je schaffen können. Ein Experte kann Ihre Fortschritte besser analysieren und Ihnen dadurch hilfreich zur Seite stehen.
Die Vielfalt der Ängste ist sehr groß. Daher gibt es auch einige Ängste, welche nicht durch herkömmliche Methoden geheilt werden können und daher besonders den Gang zum Experten verlangen.
Ängste können auch durch tatsächliche Krankheiten ausgelöst werden. Dies gilt es als Erstes auszuschließen, bevor mit der Angstbewältigung begonnen wird.
Die Angstbewältigung startet mit dem Verstehen der Angst.
Angst ist meistens ein Denkprozess, welcher sich fest in Ihrem Gehirn und auch in Ihrem Unterbewusstsein manifestiert hat.
Es empfiehlt sich, in einem entspannten Zustand Ihre Angst zu analysieren und dadurch zu verstehen, dass keine objektive Gefahr besteht, erst dann kann der Umlernprozess beginnen.
Ihr Gehirn speichert Informationen ähnlich wie ein Computer ab. (aber wesentlich schlechter löschbar). Sie können nun Ihrem Gehirn so lange neue Informationen zuspielen, bis die neuen, guten Informationen eine größere Bedeutung haben, als die alten, schlechten Informationen.
Dieses Umlernen hängt z.B. auch davon ab, wie lange die alten, schlechten Information schon gespeichert sind und wie stark sie im Unterbewusstsein gespeichert wurden.
Beginnen Sie mit ganz kleinen Schritten. Überlegen Sie sich für die ersten Tage einen kleinen Schritt in Richtung der Angstbewältigung.
Eine Person, welche Angst vor Spinnen hat, könnte sich z.B. vornehmen ab jetzt jeden Tag einmal in den Keller zu gehen und einen Gegenstand aufzuräumen.
Jemand der Angst vor anderen Personen hat, könnte einmal um den Block gehen.
Ganz wichtig ist das Loben. Loben Sie sich für jeden kleinen Schritt den Sie schaffen. Loben Sie sich für alles was Ihnen einfällt. Auch wenn Sie Ihren gewünschten Schritt nicht schaffen, loben Sie sich dafür, dass Sie es versucht haben. Loben Sie sich sogar dafür, dass Sie daran gedacht haben sich zu loben.
Nur wer sich lobt und anfängt sich selbst zu lieben, wird langfristig erfolgreich sein.
Überlegen Sie sich wie Sie gerne wären, damit Sie sich selbst lieben könnten und werden Sie zu diesem Menschen. Schritt für Schritt. Jeder Spaziergang fängt mit dem ersten Schritt an.
Wenn Ihnen der erste Schritt mehrere Male gelungen ist, so können Sie nun den nächsten Schritt angehen.
Die Person mit der Spinnenangst, bleibt nun etwas länger im Keller oder entfernt z.B. etwas Schmutz.
Die Person mit der Angst vor anderen Menschen geht nun noch einen Block weiter.
Versuchen Sie (natürlich nur bis zu einer bestimmten Grenze) nie, wenn Sie Angst bekommen aus der Situation wegzulaufen.
Sie müssen nur kleine Schritte in der Angstbewältigung angehen, aber bleiben Sie in der Situation bis Ihre Angst wieder verschwindet.
Sollten Sie einen schlechten Tag haben und Ihre Angst nicht verschwinden, so kehren Sie wieder zu Ihrem ersten Schritt zurück oder setzen Sie einen Tag aus.
Loben Sie sich für das Angehen der Angst, auch wenn gar nichts klappen will.
Machen Sie schnelle Fortschritte, so können Sie auch einmal größere Schritte wagen, machen Sie keine Fortschritte, setzen Sie sich kleinere Ziele.
Sehr positiv auf die Angstbewältigung wirken sich oft auch so genannte Suggestions-CDs aus.
Auf diesen CDs werden durch einen Sprecher hörbar oder unhörbar kurze Worte oder Sätze gesprochen, wie z.B. „Sie werden keine Ängste mehr empfinden“.
Das klingt am Anfang vielleicht etwas ungewöhnlich, es bewirkt aber genau die Umprogrammierung des Unterbewusstseins, welche zur Angstbewältigung nötig ist. Solche Texte nimmt das Unterbewusstsein durch die Wiederholungen und die vorher eingeleitete Entspannung extrem gut auf und kann sie dann in Angstsituationen wieder abrufen. |